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AgileKMU

Digitale Kooperationsplattform zur agilen, verteilten Entwicklung von Produktionssystemen (AgileKMU)

(Projektlaufzeit:  September 2020 bis August 2022)

Problemstellung

Steigender Kostendruck im globalen Wettbewerb, verbunden mit stetig wachsender Produkt- und Prozesskomplexität sowie kürzeren Produktlebenszyklen, haben die Parallelisierung und Synchronisation von Abläufen im Rahmen der unternehmensübergreifenden Gestaltung von Produktionssystemen zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor für produzierende Unternehmen werden lassen. Gleichzeitig verspricht die Anwendung von agilen Vorgehensweisen, innerhalb der Gestaltungsprozesse, deutliche Zeit- und Kostenvorteile gegenüber traditionellen Methoden. Analog sind digitale Werkzeuge und die verteilte Datenhaltung im globalen Engineering-Prozess unverzichtbar geworden. 

Etablierte IT-Systeme fokussieren die durchgängige Datenhaltung bzw. -verteilung (PDM & PLM-Systeme) als auch die operative Abwicklung der Projekte zur Gestaltung von Produktionssystemen inklusive der Steuerung der erforderlichen Planungsprozesse (Projektmanagement, Workflows, Quality Gates, Regelkreise usw.). Viele KMUs scheuen die Investition in kostspielige Gesamtlösungen und verfügen häufig über nicht ausreichende Ressourcen und IT-Strukturen, um komplexe Systeme zielgerichtet einzusetzen, was zu einem Bedarf an leichtgewichtigen IT-Lösungen führt, die zurzeit nicht am Markt verfügbar sind.

Zwischen den datenhaltenden Systemen der Produktentstehung und den prozessorientierten Projektmanagementlösungen zeigen sich aktuell noch deutliche Medienbrüche, bspw. zur Unterstützung eines agilen Vorgehens im Planungsbereich, was zu technischen und organisatorischen Herausforderungen führt. Zum effizienten, unternehmensübergreifenden Einsatz agiler Vorgehensweisen sind die kurzzyklische Bereitstellung und Visualisierung von digitalen Entwicklungsständen nötig, wozu aktuelle Planungslösungen jedoch nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand in der Lage sind. Unstrukturierte Datenquellen sind eine weitere, häufig bei KMUs vorzufindende Problematik, welche die Bereitstellung und Verarbeitung dieser partiell erfolgskritischen Informationen stark erschwert. 

Zielsetzung

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer digitalen Plattform zur unternehmensübergreifenden Kooperation in der agilen Gestaltung von Produktionssystemen. Die Aufteilung der Planungsaufgaben in Sprint-Meetings wird über die bisherigen Grenzen erweitert, um diese kurzzyklischen und integrierten Methoden auch im verteilten Engineering zu ermöglichen. Die zu entwickelnde Plattform soll die Bereitstellung von Planungsdaten und -prozessen ermöglichen und ein digitales Workflowmanagement integrieren, welches zur Unterstützung der unternehmensinternen Ablauforganisation genutzt werden kann. Die agile Zusammenarbeit wird hierbei durch eine zielgerichtete Bereitstellung von Planungsdaten und ein flexibles Visualisierungskonzept unterstützt. 

Die frühzeitige Beherrschung von agilen Vorgehensweisen, welche eine effizientere Prozessplanung ermöglichen und daher bereits von Großunternehmen vermehrt eingesetzt und als Standard vorausgesetzt werden, wird einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil für beteiligte KMU erzeugen. Da heute jedoch keine leichtgewichtige Lösung verfügbar ist, die durch KMU intuitiv beherrscht werden kann, adressiert die Entwicklung der Plattform genau die Anforderungen resourcenbeschränkter KMU.

Vorgehensweise und Arbeitsteilung

Das AIF-Projekt ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt. Unter Anwendung agiler Methoden sollen in diesem Zeitraum die vier zentralen Bausteine der Plattform entwickelt werden:

  • Agiles Kooperationskonzept
  • Digitales Workflowmanagement
  • Unternehmensunabhängige Datenbereitstellung
  • Skalierbare Visualisierung und Planungsdatenanreicherung
© IPS​/​TU Dortmund

Das agile Kooperationskonzept basiert auf einer zu entwickelnden IT-Kooperationsplattform, die technische sowie unstrukturierte Prozessdaten integriert und eine Darstellung über diverse Visualisierungstechniken ermöglicht. Viele benötigte Module existieren bereits am Markt, sind jedoch nicht miteinander verknüpft. Deshalb ist eine leichtgewichtige Plattformlösung zu entwickeln, die bestehende, kostengünstige Lösungen für die einzelnen Module vereint.

Hierzu werden die vier Kernkomponenten parallel gestaffelt zueinander agil entwickelt. Nach Analyse der jeweils bereits existenten Lösungen zu den einzelnen Teilmodulen, wird ein Anforderungskatalog in Kooperation mit dem projektbegleitenden Ausschuss erarbeitet, aus welchem anschließend die jeweiligen Module gezielt entwickelt werden. Die Anforderungen zu den einzelnen Modulen werden parallel in ein Lasten- und anschließend Pflichtenheft zur Erfassung der Anforderungen an die Kooperationsplattform und deren Gestaltung zusammengefasst. Die Kooperationsplattform soll anhand dessen durch Customizing bestehender Lösungen sowie ggf. Neuentwicklungen ausgestaltet werden. Abschließend wird die technische Funktionsfähigkeit anhand geeigneter Anwendungsfälle validiert. Parallel erfolgt ein kontinuierlicher Ergebnistransfer sowohl an Anwenderunternehmen und Softwareentwickler als auch Planungs- und IT-Dienstleistern.

Förderhinweis

Das Vorhaben "AgileKMU" der Forschungsvereinigung Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik e. V. – GVB, Wiesenweg 2, 93352 Rohr wird über die AiF im Rahmen des Programmes zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) gefördert.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.

Interaktive Karte

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark.

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