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AIM

© IPS​/​ TU Dort­mund
Arbeitsassistenzsystem für die Individualisierung von Arbeitsgestaltung und Methodentraining (AIM)
Ein­satz von Smart Devices zur kontextsensitiven Arbeitsunterstützung als neue Komponente des betrieblichen Gesundheitsmanagements
(Projektlaufzeit: Juni 2016 bis Mai 2019)

Problemstellung

Die zunehmende Dynamik und Di­gi­ta­li­sie­rung der Arbeitswelt in Kombination mit aktuellen Megatrends, wie kurze Produktlebenszyklen, volatile Kundenbedarfe und eine steigende Produktvielfalt, resultieren in Arbeitsprozessen mit einer hohen Komplexität und einer geringen Wiederholhäufigkeit. Zur Sicherung der Reaktions- und Wettbewerbsfähigkeit bleibt der Ein­satz menschlicher Arbeitskraft für produzierende Un­ter­neh­men von zentraler Be­deu­tung und auch im Kontext einer technologiegetriebenen Industrie 4.0 unverzichtbar. Dies führt zu ambivalenten An­for­der­ungen an den Mit­ar­bei­ter.

Während dieser auf der einen Seite zunehmend als Dirigent und Steuerer agieren wird, besteht auf der anderen Seite ein erheblicher Teil seines Tätigkeitsspektrums weiterhin aus manuellen, repetitiven und z. T. monotonen Tätigkeiten, welche zu hohen Beanspruchungen führen kön­nen. Ein wesentliches Merkmal jener Tätigkeiten ist die aufgrund arbeitsorganisatorischer Maß­nahmen (z. B. Job Rotation, Job Enrichment) zusätzlich gestiegene Variabilität der Arbeitsinhalte und -bedingungen. Verstärkend wirken in diesem Kontext die aktuelle demographische Ent­wick­lung und die damit einhergehende inter- und intraindividuelle Streuung sensorischer, motorischer und kognitiver Mitarbeiterfähigkeiten.

Zielsetzung

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Ent­wick­lung einer neuen Komponente des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für den dauerhaften Erhalt der Anpassungs- und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern. Von wesentlicher Be­deu­tung ist hierbei die gezielte sensorische, kognitive Mitarbeiterunterstützung durch ein Arbeitsassistenzsystem an ei­nem bereits gestalteten Arbeitsplatz. Zentraler Aspekt der neuen Komponente des BGM ist die Verknüpfung der ergonomischen und strukturellen Arbeitsgestaltung mit der Kom­pe­tenz- und Personalentwicklung.

Die Unter­stütz­ung des Mitarbeiters erfolgt durch den Ein­satz von Smart Devices sowie durch die Ent­wick­lung eines inno­va­ti­ven Trainingskonzepts unter Berücksichtigung individueller Anforderungsprofile und betrieblicher Rah­men­be­ding­ung­en. Mit Hilfe des Assistenzsystems wer­den dem Mit­ar­bei­ter kontextsensitiv sowohl allgemeine (z. B. Sicherheitshinweise) als auch spezifische In­for­ma­ti­onen (z.B. Arbeitsaufgaben,  -abläufe) individuell bereitgestellt, welche zu einer Erhöhung der menschlichen Perzeption und des individuellen Situationsbewusstseins beitragen und gleichzeitig die Ent­schei­dungs­fin­dung in stark variierenden Arbeitssituationen erleichtern. Darüber hinaus dient die Arbeitsassistenz der Erfassung und Verarbeitung relevanter Bewegungs- und Prozessparameter zur Erstellung des individuellen Trainingskonzepts. Das Train­ing, das sowohl zum Erlernen ergonomisch günstiger Be­we­gung­en als auch zum gezielten Belastungswechsel und -ausgleich eingesetzt wird, ermöglicht zudem eine situationsabhängige Visualisierung im Betrieb, indem auf 3D-Simulationen einschließlich digitaler Menschmodelle zurückgegriffen wird.

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Vorgehensweise und Arbeitsteilung

Die Erarbeitung der Projektinhalte gliedert sich in fünf Arbeitspakete (Analyse und Anforderungsspezifikation, Kon­zept, Implementierung und Realisierung, Validierung und Optimierung, Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit). Dabei wer­den zu­nächst die relevanten Grund­la­gen für die Ent­wick­lung der Arbeitsassistenz für die Individualisierung von Arbeitsgestaltung und Methodentraining er­ar­bei­tet und in ei­nem Anforderungskatalog zusammengestellt. Darauf aufbauend erfolgt die um­fas­sen­de Konzeption der Arbeitsassistenz bevor die entwickelten Detailkonzepte in Form einer individuellen Arbeitsassistenz technisch zu implementieren und zu realisieren sind. Von wesentlicher Be­deu­tung ist hier die di­gi­ta­le Absicherung der ergonomischen Arbeitsgestaltung unter Anwendung einer Simulationsumgebung. Abschließend gilt es die erarbeiteten Konzepte in repräsentativer Anwendungsfälle zu validieren und zu optimieren. Grundlage hierfür bilden die erarbeiteten organisatorischen und strukturellen Arbeitsbedingungen im Kontext neuer Formen der Industriearbeit sowie die daraus resultierenden physischen und psychischen Beanspruchungen.

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Eine besondere Stärke des in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Vorhabens ist die Einbindung der Industriegewerkschaft Metall (IG-Metall), des Arbeitgeberverbands der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. (SWM) sowie der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM).

Förderhinweis

Dieses Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums  für Bildung und For­schung (BMBF) im Rah­men des Pro­gramms „Arbeiten – Ler­nenKom­pe­ten­zen entwickeln, Präventive Maß­nahmen für die sichere und gesunde Ar­beit von morgen“ (Förderkennzeichen 02L14A160) ge­för­dert und vom Projektträger PTKA betreut.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.

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Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

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