Arbeitssystemgestaltung (ASG)
Die ASG vermittelt anhand eines Fallbeispiels praxisnah, wie industrielle Arbeitssysteme in Produktion und Logistik geplant, ergonomisch gestaltet und mithilfe geeigneter Methoden kontinuierlich optimiert werden.
Ziel und Inhalt
Im Mittelpunkt der ASG steht die systematische Planung, Gestaltung und Optimierung eines industriellen Arbeitssystems mit besonderem Fokus auf montagebezogene Anwendungen. Studierende lernen, Produkte und Arbeitsabläufe zu strukturieren und zu standardisieren, geeignete Montagekonzepte zu entwickeln und Arbeitsplätze zu einem integrierten soziotechnischen Gesamtsystem zu verketten. Ergänzend werden Layoutplanung, Materialbereitstellung, Zeitwirtschaft sowie wirtschaftliche Bewertungsverfahren behandelt. In Gruppenarbeit übertragen die Studierenden die theoretischen Inhalte eigenständig auf ein praktisches Fallbeispiel, überführen ihre Planung in eine reale Umgebung und präsentieren die Ergebnisse. Abgerundet wird das Modul durch Projektmanagementmethoden, Personalbedarfsplanung und die PDCA-Methodik zur kontinuierlichen Prozessverbesserung.
Kernthemen
- Einführung in die ASG
- Digitale Planung, digitale Modelle und ema
- Arbeitsorganisation
- Strukturierung und Leistungsabstimmung
- Ergonomie
- Materialbereitstellung
- Kata und Standards
- Projektmanagement, Wirtschaftlichkeitsrechnung und Entgeltgestaltung
- MTM(-UAS)
Relevanz und Motivation
Effizient gestaltete Arbeitssysteme sind ein zentraler Wettbewerbsfaktor für produzierende Unternehmen: Sie entscheiden über Produktivität, Kosten und die Zufriedenheit der Beschäftigten gleichermaßen. Wer künftig Produktions- und Logistikprozesse verantwortet, muss Arbeitsplätze und -abläufe nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ergonomisch und menschengerecht gestalten können. Das Modul schließt die Lücke zwischen theoretischem Methodenwissen und praktischer Umsetzungskompetenz, indem es reale Planungsprozesse simuliert und eigenständig durchführen lässt. Damit bereitet es gezielt auf Tätigkeiten in Produktionsplanung, Industrial Engineering und Prozessoptimierung vor und vermittelt zugleich digitale Methoden der Arbeitssystemgestaltung, die angesichts fortschreitender Digitalisierung und Automatisierung zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Veranstaltungsdetails
- Rhythmus: Sommersemester
- Umfang: Vorlesung (2 SWS) und Übung (2 SWS), insgesamt 4 SWS, 150 Stunden Arbeitsaufwand, 5 CP
- Präsentation (Arbeitssystem, 2 h) und mündliche Prüfung (15 Min)


