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Fakultät Maschinenbau

Gestaltung von Produktionssystemen (GPS)

Die GPS vermittelt praxisnah, wie leistungsfähige Produktionssysteme mithilfe von Methoden aus den Bereichen Lean, ganzheitliche Produktionssysteme, kontinuierliche Verbesserung (KVP) und Simulation systematisch analysiert, gestaltet und verbessert werden können.

Ziel und Inhalt

Ziel der Veranstaltung ist es, Produktionssysteme als zusammenhängende soziotechnische Systeme ganzheitlich zu verstehen und zielgerichtet zu verbessern. Sie lernen, Wertströme zu modellieren sowie Verschwendung, Variabilität, Überlastung und Engpässe systematisch zu analysieren. Darauf aufbauend werden geeignete Gestaltungsmaßnahmen abgeleitet und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf wirtschaftliche Faktoren wie Bestände, Durchlaufzeiten, Auslastung und Leistung bewertet. Behandelt werden unter anderem zentrale Methoden des Lean Managements, Gesetzmäßigkeiten in Produktionssystemen, die Auslegung von Puffern, die Leistungsabstimmung sowie Ansätze der Produktionsplanung und -steuerung. Moderne Werkzeuge wie die ereignisdiskrete Simulation und Beispiele aus der industriellen Praxis ergänzen die methodischen Grundlagen.

Kernthemen

  • Aufbau, Ziele und Wirkzusammenhänge von Produktionssystemen
  • Ganzheitliche Produktionssysteme und Lean
  • Verschwendung, Variabilität und Überlastung
  • Gesetzmäßigkeiten in Produktionssystemen und Factory Physics
  • Wertstromanalyse und Wertstromdesign
  • Engpassanalyse, Leistungsabstimmung und Pufferdimensionierung
  • Produktionsplanung und -steuerung
  • Qualitätsmanagement, Fehlervermeidung,
  • Instandhaltungsstrategien und TPM
  • Kontinuierliche Verbesserung
  • Ereignisdiskrete Simulation

Relevanz und Motivation

Steigende Variantenvielfalt, volatile Nachfrage, kürzere Produktlebenszyklen und zunehmender Kostendruck stellen produzierende Unternehmen vor große Herausforderungen. Einzelne Prozesse isoliert zu optimieren, reicht dabei häufig nicht aus: Veränderungen wirken sich auf Bestände, Durchlaufzeiten, Auslastung, Termintreue und Produktivität des gesamten Systems aus. Für Ingenieurinnen und Ingenieure ist deshalb ein fundiertes Verständnis dieser Zusammenhänge unverzichtbar. Die GPS vermittelt die Fähigkeit, Produktionssysteme ganzheitlich zu analysieren, Verbesserungsmaßnahmen systematisch auszuwählen und deren Wirkungen fundiert zu beurteilen. Diese Kompetenzen sind insbesondere für Tätigkeiten im Industrial Engineering, in der Produktionsplanung, im Lean Management, in der Prozessoptimierung und im operativen Produktionsmanagement relevant.

Veranstaltungsdetails

  • Rhythmus: Wintersemester
  • Umfang: Vorlesung (2 SWS) und Übung (2 SWS), insgesamt 4 SWS, 150 Stunden Arbeitsaufwand, 5 CP
  • schriftlichen Prüfung über 60 Minuten in deutscher Sprache