Predetermined Motion Time Studies in Industrial Engineering (PMTS)
Das Fachlabor PMTS vermittelt praktische Fähigkeiten zur Analyse, Gestaltung und Optimierung zyklischer Arbeitsabläufe. Dabei erwerben Studierende die Qualifikationen MTM-1 Base und MTM-UAS.
Ziel und Inhalt
Ziel des Fachlabors PMTS ist es, Studierende zur eigenständigen, wirtschaftlichen und ergonomischen Analyse sowie Gestaltung zyklischer Arbeitsabläufe zu befähigen. Hierzu entwickeln sie praktische Kompetenzen in der Anwendung der Prozessbausteinsysteme MTM-1 Base und MTM-UAS. Sie lernen, manuelle Tätigkeiten systematisch zu erfassen, mittels standardisierter Prozessbausteine zu beschreiben und wirtschaftliche sowie ergonomische Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Die Studierenden wenden Methoden zur Abbildung und Bewertung von Ist-Prozessen, zur Entwicklung von Methodenstandards sowie zum Vergleich von Gestaltungsalternativen an. Darauf aufbauend entwerfen und dokumentieren sie verschwendungsarme Sollprozesse in der MTM-Prozesssprache. Durch die anwendungsorientierte Ausbildung erwerben sie die Qualifikationen MTM-1 Base und MTM-UAS, die nach erfolgreicher Prüfung durch international anerkannte Zertifikate der MTM ASSOCIATION e.V. bestätigt werden.
Kernthemen
- Strukturierung, Planung und Gestaltung von Prozessen und Arbeitssystemen
- Beschreibung und Bewertung von Arbeitsabläufen
- Identifikation von Gestaltungspotenzialen bei der Planung und Verbesserung von Prozessen und Arbeitsabläufen
- Entwicklung und Dokumentation von Methodenstandards
- Anwendung der MTM-Prozessbausteinsysteme MTM-1 Base und MTM-UAS

Relevanz und Motivation
Unternehmen sind vor dem Hintergrund des globalen Wettbewerbs, steigender Kosten und wachsender Flexibilitätsanforderungen zur kontinuierlichen Optimierung ihrer Produktionsprozesse gezwungen. Im Fachlabor werden mit MTM-1 Base und MTM-UAS Methoden vermittelt, die es ermöglichen, Arbeitsabläufe systematisch zu analysieren, Optimierungspotenziale zu identifizieren und Gestaltungsalternativen zu vergleichen. Die Studierenden lernen, bereits in der Planungsphase effiziente und ergonomische Prozesse zu entwickeln sowie belastbare Zeitdaten zu ermitteln. Diese Zeitdaten bilden eine zentrale Grundlage für zahlreiche Unternehmensfunktionen, etwa die Arbeits- und Prozessplanung, Kapazitätsplanung, Kalkulation, Kostenrechnung, Produktionssteuerung und Leistungsbewertung. Damit ist MTM eine wichtige Methode des Industrial Engineering und Produktivitätsmanagements.
Veranstaltungsdetails
- Rhythmus: Wintersemester
- Umfang: 2 wöchige Blockveranstaltung
- schriftlichen Prüfung über 60 Minuten in deutscher Sprache sowie Modulprüfungen zur Zertifizierung in MTM-1 und MTM-UAS




