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variANa

variANa – Multivariante Analyseverfahren zur Strategiewahl in der Nachserie

Ent­wick­lung einer Systematik zur Strategiewahl durch multivariate Analyseverfahren in der Nachserienversorgung (NSV) von Elektronikbaugruppen

(Projektlaufzeit: November 2012 bis Juni 2014)

Problemstellung

Zunehmender Konkurrenzdruck und hieraus resultierende An­for­der­ungen wie erhöhter Innovationsdruck, verkürzte Produktlebenszyklen und v. a. eine wachsende Variantenanzahl beeinflussen neben der Serienproduktion zunehmend auch das bereits vie­len Unwägbarkeiten unterworfene Ersatzteilgeschäft. Aus der Pflicht zur Ver­sor­gung von Primärprodukten mit Ersatzteilen resultiert für produzierende Un­ter­neh­men die Notwendigkeit zur Sicherstellung der Ersatzteilverfügbarkeit. Zudem trägt der Verkauf von Ersatzteilen nach dem Auslaufen der umsatzstarken Serienproduktion zum Unternehmensergebnis bei und hat einen signifikanten Einfluss auf die Kundenbindung. Aus diesen Gründen ist das bedeutende Potenzial einer adäquat gestalteten Nachserienversorgung zur Steigerung des Unternehmensergebnisses und somit der Wettbewerbsfähigkeit zu nut­zen. Voraussetzung hierfür bildet eine effiziente und zielgerichtete Planung und Gestaltung der Ersatzteilversorgung (Ersatzteilmanagement ETM). Die Nachserienversorgung (NSV) mit Ersatzteilen wird mittels Versorgungsstrategien (s. Abbildung) sichergestellt, die hinsichtlich zentraler Zielgrößen (Kostenminimierung, Kundenbindung, Flexibilität und Risikominimierung) unterschiedliche Eignungen aufweisen und daher zu Versorgungsszenarien kom­bi­niert wer­den.

Die grund­le­gen­de Auswahl von NSV-Strategien erfolgt bisher lediglich auf Basis qualitativer Ansätze (Typologien, Entscheidungsbäume). Es existiert derzeit kein Vorgehen, mit dessen Hilfe die Wirkzusammenhänge von Ersatzteilmerkmalen und NSV-Strategien quantitativ un­ter­sucht wer­den kön­nen und es erlaubt, beliebige Ersatzteilspektren auf quantitativer Basis z. B. mittels strukturabbildender Ver­fah­ren den vorgegebenen NSV-Strategien zuzuordnen.

Phasen der Ersatzteilversorgung © IPS​/​TU Dort­mund
Phasen der Ersatzteilversorgung

Zielsetzung

Um den Aufwand für eine effiziente Planung und Gestaltung der NSV zu reduzieren, ist das Ziel des Forschungsvorhabens die vereinfachte und optimierte Strategieauswahl für Elektronikbaugruppen durch Bildung von Ersatzteil-Klassen mittels struktur-abbildender Ver­fah­ren. Durch diese Gruppierung kön­nen Un­ter­neh­men solche Teile leicht identifizieren, deren Merkmalsausprägungen eine ver­gleich­bare NSV-Strategie zulassen. Die hierzu zu entwickelnde Systematik soll KMU unterschiedlicher Branchen befähigen, trotz eines großen Produkt- und/oder Variantenspektrums eine effiziente und aufwandsarme Eingruppierung von (Elektronik-)Ersatzteilen vornehmen zu kön­nen. Die besondere Her­aus­for­de­rung bei der Gruppierung liegt, ausgerichtet an den An­for­der­ungen der KMU, in der Berücksichtigung einer hohen Variantenanzahl mit einer daraus resultierenden stark heterogenen Population von Elektronikbaugruppen.

Vorgehensweise

Vorgehensweise zur Erreichung der angestrebten Projektziele © IPS​/​TU Dort­mund
Vorgehensweise zur Erreichung der angestrebten Projektziele

Die angestrebten For­schungs­er­geb­nis­se wer­den stufenweise in Form von 6 Arbeitspaketen (AP) er­ar­bei­tet.

Ver­öf­fent­lichun­gen

Finke Y.: Schlussbericht: variANa – Multivariate Analyseverfahren zur Strategiewahl in der Nachserie Herrausgegeben von Jochen Deuse, Lehrstuhl für Ar­beits- und Pro­duk­tions­sys­te­me, Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund. Dort­mund, Juni 2010

Förderhinweis

Das IGF-Vorhaben (17531 N / 1) der Forschungsvereinigung Ge­sell­schaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik e.V. - GVB, Wiesenweg 2, 93352 Rohr wird über die AiF im Rah­men des Pro­gramms zur För­de­rung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deut­schen Bundestages ge­för­dert.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.

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