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Fakultät Maschinenbau

DAADIE

Kompetenzkonzept für Daten-getriebenes Industrial Engineering in Australien

Problemstellung

Die australische Industrie weist einen wachsenden Bedarf an interdisziplinell ausgebildeten Fach- und Führungskräften auf, die klassische Ingenieurmethoden mit datengetriebenen Kompetenzen verbinden. Trotz des wachsenden Branchenniveaus in Sydney existiert bislang kein Masterprogramm im Bereich Industrial Engineering mit praxisnaher, international anschlussfähiger Ausrichtung. Bestehende Angebote decken weder die Kombination von Produktionssystemgestaltung, Arbeitsorganisation, Produktionsplanung und -steuerung mit modernen Methoden der Industrie 4.0, künstlicher Intelligenz und industrieller Datenanalyse ab, noch berücksichtigen sie die Anforderungen globaler Arbeitsmärkte.

Vor diesem Hintergrund adressiert das Projekt die Lücke in der arbeitsmarktgerechten Ausbildung durch die konzeptionelle Entwicklung eines transnationalen Masterstudiengangs „Industrial Engineering – Technical Operations Management“ an der University of Technology Sydney (UTS) in Kooperation mit der TU Dortmund.

Zielsetzung

Ziel des Projekts in der Vorbereitungsphase ist es, die konzeptionellen und organisatorischen Grundlagen für einen international wettbewerbsfähigen, praxisorientierten Masterstudiengang zu schaffen. Aufbauend auf den Masterprogrammen Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Manufacturing Technology (MMT) an der TU Dortmund werden klassische Ingenieurmethoden mit zukunftsorientierten Aspekten der Industrie 4.0, künstlicher Intelligenz und industrieller Datenanalyse kombiniert. Die Vorbereitungsphase fokussiert auf die praxisnahe Gestaltung, internationale Anschlussfähigkeit und Arbeitsmarktrelevanz des Studiengangs.

Dazu werden neue Lehrformate mit digitalen Komponenten, Präsenzphasen an der TU Dortmund sowie praxisnahe Anteile wie Industriepraktika oder duale Projekte entwickelt. Gleichzeitig werden rechtliche Rahmenbedingungen, Akkreditierungsvoraussetzungen, Modul- und Anforderungskataloge sowie Kooperationsstrukturen zwischen UTS, TU Dortmund und Industriepartnern abgestimmt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Hauptphase, in der der Studiengang implementiert, pilotiert und dauerhaft in die Strukturen beider Hochschulen integriert werden soll. Langfristig soll der Master Studierende praxisnah qualifizieren, auf Tätigkeiten in der deutschen und australischen Industrie vorbereiten und nachhaltige Kooperationen mit Industriepartnern sowie kontinuierliche akademische Betreuung sicherstellen

Projektidee als Haus aufgebaut - Fundament sind Studiengänge der UTS, Säulen das German IE und praktische Anteile. Das Dach bildet der Studiengang selbst. © IPS​/​TU Dortmund

Vorgehensweise und Arbeitsteilung

Die Vorbereitungsphase schafft die Basis für ein kooperatives deutsch-australisches Masterprogramm und umfasst folgende Kernaktivitäten:

  • Bedarfsanalyse: Quantitative und qualitative Erhebung zur Studierenden- und Arbeitsmarktnachfrage in Australien und Deutschland.
  • Kooperationsaufbau: Konsolidierung der Strukturen zwischen TU Dortmund, UTS und relevanten Industriepartnern.
  • Modul- und Anforderungsplanung: Systematische Ausarbeitung der Studienmodule, Lernziele, Akkreditierungs- und Prüfungsanforderungen.
  • Studien- und Betreuungskonzept: Entwicklung von Bewerbungs- und Zulassungsverfahren, Anerkennungsregeln, Mobilitätsfenstern sowie eines Alumni- und Industriepartnersystems.
  • Sichtbarkeitsstrategie: Positionierung des Programms international und Gewinnung weiterer Industriepartner.
  • Abschlussworkshop: Bilateraler Workshop zur Evaluation, Lessons Learned und Planung der Hauptphase.

Überführung in die Hauptphase:
Die Ergebnisse der Vorbereitungsphase bilden die Grundlage für die Hauptphase, in der das abgestimmte Curriculum umgesetzt, die Kooperationen mit Industriepartnern etabliert, die Studierendenrekrutierung gestartet und der Studiengang kontinuierlich evaluiert und angepasst wird.

Förderhinweis

Dieses Projekt wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.