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Erfolgreicher Abschluss der Messreihen im Forschungsprojekt Taktarbeit - Montage

Mensch montiert Getriebe © IPS​/​TU Dortmund

Das Forschungsprojekt „Integration tätigkeitsspezifischer Belastungswechsel zur Verringerung der physischen Beanspruchung bei Taktarbeit“ hat mit dem erfolgreichen Abschluss der zweiten Messreihe einen weiteren Meilenstein erreicht. Bis zum Ende der Projektlaufzeit im August 2022 stehen nun mit der Auswertung der erhobenen Messdaten sowie der Überführung der gewonnenen Erkenntnisse in einen Methodenansatz die nächsten Schritte an.

Zur gezielten Prävention arbeitsbedingter Muskelskeletterkrankungen wird im aktuellen Forschungsprojekt Taktarbeit-Montage der Nutzen von Belastungswechseln zur Reduzierung der physischen Beanspruchung untersucht. Auf Basis einer Laborstudie sollen dabei Kriterien ermittelt und in einen Methodenansatz überführt werden, der Unternehmen zur Integration spezifischer Belastungswechsel bei der Neugestaltung oder Anpassung von taktgebundenen Arbeitsplätzen befähigen soll. Über 40 Probanden haben dazu an der am 20.05.2022 erfolgreich abgeschlossenen Messreihe teilgenommen, die auf der Laborfläche des Instituts für Produktionssysteme stattgefunden hat. Die Probanden beteiligten sich dazu an zwei Tagen im Abstand von ca. einer Woche an den Messungen und führten jeweils einen Montageprozess über die Dauer von zweieinhalb Stunden unterbrechungsfrei aus.

Nach einem ersten Aufklärungsgespräch und der Abfrage von Ausschlusskriterien wurde den Probanden dazu zunächst durch die Projektpartner vom Institut für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung (IASV) des Universitätsklinikums Tübingen Messtechnik appliziert. Diese ermöglichte während der Montage neben der Aufnahme der Herzfrequenz die Erfassung der muskulären Beanspruchung mit Hilfe der Oberflächenelektromyographie sowie von Beschleunigungen an den oberen Extremitäten. Anschließend wurde den Teilnehmenden der Studie der Montageprozess über ein Anlernkonzept nähergebracht und die Prozessausführung auf ein einheitlich schnelles und fehlerfreies Niveau gebracht. Nach einer kurzen Pause folgte die Durchführung der zweieinhalbstündigen Messung, während derer in regelmäßigen Abständen das Anstrengungsempfinden sowie Beschwerden der Probanden abgefragt wurden.

Die Probanden führten an den unterschiedlichen Terminen ihrer Teilnahme den gleichen Prozess in zwei unterschiedlichen Prozessreihenfolgen aus, wobei in einem rekonfigurierten Ablauf unter der Prämisse einer unveränderten Arbeitssystemgestaltung eine erhöhte Anzahl von Belastungswechseln bei gleicher Vorgabezeit erreicht wird. Im nächsten Schritt des Forschungsvorhabens folgt nun der Vergleich der beiden Montagereihenfolgen hinsichtlich verschiedener Parameter, die mit einem Risiko für Muskel-Skelett-Beschwerden assoziiert sind. Das Ziel bildet der Nachweis, dass Belastungswechsel zur Erhöhung der Belastungsvariation bei Taktarbeit als möglicher Beitrag zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen ohne Einschränkungen für die Produktivität möglich sind.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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