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OptiMilk

Mathematische Modellierung innerbetrieblicher Milkrun-Systeme zur Optimierung der produktionsbezogenen Materialversorgung (OptiMilk)*

(Projektlaufzeit: August 2011 bis Juli 2013)

Problemstellung

Im Zuge einer immer stärker zunehmenden Variantenvielfalt und stetig kürzer werdenden Produktlebenszyklen in der Erzeugnisstruktur von produzierenden Unternehmen werden besondere Anforderungen an die Produktions-logistik, insbesondere der Just-in-Time-gerechten Materialversorgung für die Linie, gestellt. Das derzeitig in vielen Betrieben praktizierte interne Milkrun-Prinzip stellt hierbei oft hinsichtlich minimaler Bestände und Versorgungssicherheit eine geeignete Lösung dar.
Aktuelle Ansätze befassen sich jedoch lediglich mit den jeweiligen Entwicklungsstufen und optimieren hierbei ausschließlich einzelne Parameter anhand von Kostenbetrachtungen.
Für eine fortlaufende Verbesserung der innerbetrieblichen Materialversorgung mittels Milkrun im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist zu überprüfen, wie ein Modell unter Berücksichtigung sämtlicher Einfluss-größen konzeptionell und funktional aufgebaut sein muss, um eine schlanke und frequenzoptimierte Bereitstellung der Fertigung zu gewährleisten.

Zielsetzung

Es gilt, ein auf mathematischen Algorithmen basierendes Tool zu entwickeln, welches in Abhängigkeit von unternehmensindividuellen Einfluss-größen (z.B. Linientakt, Behältercharakteristika, Personalkapazität etc.) eine frequenzoptimierte Lieferzyklik ermittelt. Die mitunter interdependenten Parameter müssen im Zuge dessen einer integrierten Optimierung unterzogen werden. Diese Komplexität soll dabei sowohl qualitativ als auch mengenmäßig im Modell berücksichtigt werden.

Vorgehensweise

Da bislang keine praxisorientierten Instrumente zur produktionsspezifischen Materialbereitstellung in Abhängigkeit von systemisch veränderlichen Einflussgrößen erforscht wurden, soll mit dem Forschungsvorhaben Anwendern ein Tool zur Verfügung gestellt werden, welches unternehmensspezifische Eingangsparameter in die Optimierung des betriebsinternen Milkrun-Systems einfließen lässt. Hierzu wer-den ein mathematisches Modell sowie ein entsprechender Lösungsalgorithmus erarbeitet.
Das zu entwickelnde Modell errechnet eine frequenzoptimale Versorgung verschiedener Arbeitsplätze oder Fertigungsinseln. Dabei werden die an den jeweiligen Materialquellen und -senken vorliegenden Rahmenbedingungen und Prämissen in die Berechnung eingebunden.
Als Ergebnis entsteht eine Planungs-methodik zur schnellen Berechnung der optimalen innerbetrieblichen Belieferungsfrequenz unter Berücksichtigung der jeweils vorherrschenden Produktionsszenarien.

OptiMilk Projektvorgehen © IPS​/​TU Dortmund

Förderhinweis

Das IGF-Vorhaben 17159 N der Forschungsvereinigung Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik e.V. - GVB, Wiesenweg 2, 93352 Rohr wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

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Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.

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