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Fakultät Maschinenbau

MODKMU

01.11.2024 - 31.10.2026

Auswahlsystematik für Ablauforganisationsprinzipien in der Produktion für KMU (Projektbearbeitung erfolgt durch RIF e.V., Abteilung Produktionssysteme)

Problemstellung

Bestehende Produktionsparadigmen werden zunehmend infrage gestellt. Die Massenindividualisierung, verbunden mit kürzer werdenden Produktlebenszyklen, fordern eine Flexibilisierung der Produktion und eine Steigerung der Resilienz der Unternehmen im Hinblick auf Variabilitätseinflüsse. Als Grundlage für die weitere Produktionsplanung und -steuerung ist das Organisationsprinzip entscheidend für den Unternehmenserfolg. Die Entscheidung für das am besten geeignete Organisationsprinzip unter individuellen Bedingungen ist jedoch insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) komplex. In der Praxis wählen KMU das Organisationsprinzip daher häufig erfahrungsbasiert oder intuitiv. Datenbasierte Entscheidungen und Analysen fördern jedoch etwa die Kostenreduzierung, Risikominimierung, Problemvermeidung, Reproduzierbarkeit, Effektivitäts- und Effizienzsteigerung.

Zielsetzung

In MODKMU wird ein universell anwendbares Softwaretool zur Entscheidungsunterstützung entwickelt, das auf realen und durch Simulation generierten Produktionsdaten aufbaut. Die Informationen sollen leicht verfügbar sein, sodass KMU ihr Erfahrungswissen auf einfache Weise mit Daten anreichern können.

Die Nutzer werden im Tool durch eine webbasierte Oberfläche geführt, die zunächst semantische Informationen zu den Daten sammelt und anschließend spezifische Fragen zu prädestinierten Organisationsformen stellt. So wird eine effiziente Beurteilung ermöglicht und auf spezifische Vor- und Nachteile der Prinzipien eingegangen. Ausgehend von den Eingaben wird die Auswahlsystematik die geeigneten Organisationsprinzipien ermitteln und diese transparent bewerten. Dazu gehören eine allgemeine Beurteilung zur Umsetzbarkeit sowie konkrete Handlungsvorschläge.

Vorgehensweise und Arbeitsteilung

Zu Beginn des Projekts werden zentrale qualitative und quantitative Parameter identifiziert, um die Produktionsorganisation präzise zu beschreiben und zu analysieren. Dabei fließen sowohl theoretische Ansätze als auch in der Praxis vorkommende Organisationsprinzipien ein. Gemeinsam mit unseren Partnern werden die Anforderungen an die Auswahlsystematik definiert, einschließlich der benötigten Daten, Formate und Schnittstellen.

 

Konzeptbild von MODKMU: Auf den den Anforderungen aus der Forschung und Industrie wird ein Kriterienkatalog für die datengetriebene Auswahlsystematik zusammengetragen. Dazu gehören zu berücksichtigende Organisationsprinzipien, Einflussfaktoren, Datenschnittstellen u.v.m.. Dann beginnt die Konzeptionierung und Modellierung, wobei simulationsbasiert Daten generiert und in die Systematik überführt werden. Schließlich werden die Ergebnisse mithilfe der Industrie validiert. Das Projekt ist in sechs Arbeitspakete gegliedert. © IPS​/​TU Dortmund

Der Fokus des Projekts liegt jedoch auf der Entwicklung der Auswahlunterstützung. Durch die Modellierung verschiedener Szenarien und mithilfe gezielter Simulationsexperimente wird eine fundierte Datenbasis geschaffen, die anschließend in die datengetriebene Systematik überführt wird. Hierbei werden geeignete Organisationsprinzipien anhand des Zielerfüllungsgrads aus den Simulationen den identifizierten Parametern zugeordnet. Für die praktische Anwendbarkeit wird die Systematik in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern validiert und in ein nutzerfreundliches, webbasiertes Software-Tool integriert

Förderhinweis

Das Vorhaben MODKMU (Förderzeichen: Nr. 01IF23469N) der Gesellschaft für innovative Betriebsorganisation (GBO) e.V. – Joseph-von-Fraunhoferstraße 20, 44227 Dortmund - wird über den DLR im Rah­men des Programmes zur För­de­rung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) des BMWK ge­för­dert.