Start des IGF-Forschungsprojekts DeDiFlow

Im Rahmen des Forschungsvorhabens DeDiFlow soll den zentralen praktischen Restriktionen des dynamischen Engpassmanagements gezielt entgegengewirkt werden. Zum einen soll mit der Entwicklung eines Systems zum Nachrüsten einer Pufferfüllstand-Überwachung auf Basis von Low-Cost-Sensorik für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Datenlücke geschlossen und diese neuartige Erfassung der Daten mit einer Weiterentwicklung bestehender Engpassdetektionsmethoden kombiniert werden. Zum anderen soll das Projekt bislang fehlende Verfahren und Metriken zur Engpassdiagnose ergänzen, um für KMU anwendbare Interventionsmaßnahmen ableiten und begründen zu können. Bestandteil der Entwicklung soll neben der Bewertung von Auftrittshäufigkeit und -schwere demnach auch die Ableitung geeigneter Verbesserungen unter Beachtung der Einsatzbedingungen in produzierenden KMUs sein.
Das initiale Treffen markierte den offiziellen Auftakt der Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsteam des RIF e. V. und den beteiligten Partnern. Im Rahmen des Workshops wurden drei aufeinander aufbauende Workshop-Teile durchgeführt:
Workshop-Teil A diente der Erhebung des industriellen Ist-Zustands. Dabei wurden bestehende Produktions- und Organisationsstrukturen, Charakteristika der jeweiligen Materialflusssysteme, aktuelle Systemkennzahlen und die aktuelle technische Situation in der Industrie, wie insbesondere der Digitalisierungsgrad, analysiert.
Workshop-Teil B fokussierte die Anforderungen an die Erfassung von Pufferfüllständen, Maschinenzuständen und Systemereignissen. Neben dem aktuellen Zustand und bestehenden Herausforderungen wurden hierbei Anforderungen an Hardware, Software und prozessuale Integration systematisch erarbeitet.
Workshop-Teil C widmete sich der Identifikation und Diagnose von Engpässen. Aufbauend auf den geschilderten Problemstellungen wurden Anforderungen an Methodik, Visualisierung und geeignete Metriken zur Engpassbewertung definiert.
Ein ergänzender Rückblick auf das Vorgängerprojekt lieferte zudem wertvolle Impulse sowie „Lessons Learned“ für das anstehende Projekt.
Ein besonderer Dank gilt allen Vertreterinnen und Vertretern der Industrie für ihre engagierte Teilnahme, die offene Diskussion und die wertvollen fachlichen Beiträge. Die enge Einbindung der Praxis ist ein zentraler Erfolgsfaktor des Projekts.
Grundsätzlich besteht auch für weitere Unternehmen die Möglichkeit, sich am Projekt zu beteiligen. Interessierte Unternehmen, die sich aktiv in den projektbegleitenden Ausschuss einbringen möchten, sind herzlich eingeladen, am nächsten Projekttreffen teilzunehmen. Neue Partner sind jederzeit willkommen.
Fachliche Ansprechpartner des Projektes sind:
- David Lenze - David.Lenze@aps.rif-ev.de
- Colin Müller - colin.mueller@aps.rif-ev.de


